Von Hundeohren und anderen Themen // On dogears and other stuff

Es ist Mittwoch. Ich stehe auf, streichele die Katzen, die auf dem Weg zur Küche müde in die Welt blinzeln, öffne den Medizinschrank und nehme zum zweiten Mal in meinem Leben einen ACE-Hemmer, um meinen Blutdruck zu senken. Lange habe ich mich dagegen gewehrt, schließlich liefert mein Herz mir den Stoff für meine Aktivitäten und mit dem kann doch nichts im Argen liegen. Aber mehrere Ärzte drangen dann doch sehr darauf, also gab ich nach. Auch, weil ich meinen Körper noch eine Weile behalten möchte und ich wusste, dass mein Blutdruck eigentlich schon seit Jahren ein bisschen spinnt.

Mein Körper macht mir diese Woche aber auch noch in mehr als dieser Hinsicht zu schaffen. Denn nach viel Hin und Her und nach einem Sommer mit täglichen Trainingseinheiten musste ich mich auch noch in anderer Hinsicht geschlagen geben: Mein Hundeohr unter der linken Achsel – eine Ausstülpung, die beim Vernähen der Mastektomie bei übergewichtigen Patienten gerne einmal entsteht – wird nicht verschwinden. Also entschied ich mich für eine Narbenkorrektur, die diese Woche wieder in Reinbek stattfinden wird.

Dieses Mal habe ich wirklich überdurchschnittlich viel Schiss vor der OP. Ich denke das liegt daran, dass der Leidensdruck dieses Mal unverhältnismäßig viel kleiner ist und die Risiken einer erneuten Vollnarkose sich entsprechend raumgreifend ausbreiten können. Schließlich sind die Mädels nachhaltig verschwunden, was will ich denn noch? Ganz einfach: Ich weiß, dass ich nicht jünger werde. Eventuell werde ich irgendwann auch nicht mehr so trainieren können, wie ich es im Moment tue, und das relativ kleine Hundeohr beginnt dann mehr zu hängen. Und ich weiß, dass mich das fundamental stören würde. Also ein aus ästhetischen Gründen notwendiger Eingriff.

Da unsere Katzen sich seit unserem Urlaub in einem Zustand des Daueraufruhrs befinden, haben P. und ich uns entschieden, dass ich dieses Mal allein in den Norden fahre. Die OP ist ambulant, nach dem Aufwachraum werde ich, sobald ich fit genug bin, wieder entlassen und ziehe meiner Wege. Ab da werde ich einen Tag in einem Hotel in der Nähe verbringen, um mich wieder fahrtauglich zu bekommen, bevor ich am nächsten Tag in mein treues Auto steige und wieder nach Hause dampfe. So der Plan. Ich hoffe, er lässt sich ganz genau so umsetzen. Gedrückte Daumen sind herzlichst willkommen übrigens. Ich werde berichten.

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It’s Wednesday. I get up, cuddle the cats that keep blinking the sleep from their eyes in the bright hallway light, open our medicine cabinet in the kitchen and for the second time in my life take a drug called ACE inhibitor to lower my blood pressure. This came about after long opposition on my behalf. Because, you know, my heart is supplying the energy for all my activities and there can’t be anything wrong with it, period. Right? But then several physicians of different fields of competence started urging me to do something. And because I want to keep my body for a little time longer and because in my heart (muahaha) I knew that my blood pressure had been off for quite some time, I caved.

This week my body is keeping me occupied in more than that reason, though. After careful consideration and a summer of wild exercise I had to admit another fact: My dogear under my left arm – a protrusion occurring sometimes in overweight patients when sewing up the cuts of double incision top surgery – will not go away through exercise. So I decided to get a revision surgery that will take place in Hamburg again, this week.

Weirdly, I am more concerned about this surgery than the last – which was considerably longer. I think this is due to the fact that the dysphoria-related level of suffering is much, much lower, which leaves more room for the risks of general anaesthesia to take hold. Because, now that the girls are history, what else could and should I want? It is quite simple: I know that I can’t turn back time. I am growing older and it is possible that I won’t be able to exercise as much as I do now in the future. Which would definitely cause the dog ear to sag again. And that, I am absolutely certain, would bug the hell out of me. So this is an aesthetic intervention.

As our cats have not really left their unravelled state after our one dream week of a vacation in Octorber, P. and I have decided that this time, I will head north all on my own. It is an outpatient procedure. After waking up they will keep me there as long as I need to walk gaily forward and then toss me. I will spend the remainder of the day in my hotel room getting back to normal, hopefully reaching the ability to drive by the next morning – when I will hopefully head home. That’s the plan. I hope it will turn out exactly that way. Crossed fingers are more than welcome, btw. I will keep you posted.

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2 Gedanken zu “Von Hundeohren und anderen Themen // On dogears and other stuff

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