Status Update

So. Mitte April 2017. Was gibt es Neues?

Eigentlich nix, möchte ich sagen. Naja, fast nix. Irgendwie scheint alles gerade so ein bisschen im Ausnahmezustand. So sehr, dass ich manchmal denke, meine alten Panikspiralen seien wieder da. Was sie nicht sind. Der Kurzurlaub war keiner. Aus gutem Grund. Patientennotfälle, meine Mutter kam mit Lungenentzündung ins Krankenhaus, ich war in Hamburg, meine Narben kontrollieren lassen, und irgendwie hinterlässt das alles ein atemloses Ambiente. Hinzu kommen Nachrichten, die bedrücken. Eine Autofahrt Mitte April, die eher als Rodelrutsch zu bezeichnen ist, und das irgendwie ungute, sich manifestierende Bauchgefühl, dass was in der Luft liegt. Ich weiß auch nicht, was.

Also schreibe ich einfach mal, was gerade nett ist. Positives Denken zieht positive Kreise. Hier kommts:

Schön sind verrückte Katzen, die Hängematten als Kletterspielzeug missbrauchen und mich so zum Lachen bringen, dass es mich schüttelt.
Schön sind Haare, die langsam vor den Ohren nach unten wachsen und so etwas wie Backenbehaarung bilden.
Schön sind Menschen, die auch in wilden Diskussionen feine Unterscheidungen zu treffen im Stande sind und die genau verstehen, worum es geht, ungeachtet der emotionalen Aufgeregtheit aller Orten.
Schön ist es, Menschen, die man eigentlich gar nicht so lange kennt, plötzlich besser kennenzulernen und gar nicht so genau zu wissen, wie das eigentlich kam.
Tränen der Trauer und Tränen der Freude zu teilen.
Schön, das ist bei meiner verdrehten, schwer zu nehmenden Mutter zu sitzen und ohne einen Hauch von Selbstaufgabe genießen zu können, dass wir gemeinsam ihre Zähne putzen und die Zufriedenheit in ihren Augen, wenn wir mit der zweiten Runde Bürsten durch sind (wer liebt nicht das Gefühl blitzend sauberer Zähne?).
Schön, das ist mit P. Aufzug zu fahren.
Endlich Verwandte zu besuchen, die gar nicht so weit entfernt und obendrein wunderschön gelegen leben.
Schön ist, Abenteurern ein gutes Abenteuer zu wünschen und bellenden Hustern gute Besserung.
Schön sind Lieferungen in Graupelschauern, die plötzlich nicht mehr schauern, wenn die Arbeit losgeht.
Und schön ist, einfach was schreiben zu mögen, weil sich ein lieb gewonnener Blog nach längerer Zeit der Stille einfach unruhig anfühlt.
_______

There. It’s mid-April 2017. So what’s new?

Nothing really, I hear myself say. Well, not entirely true. Somehow everything seems to be slightly off-balance. So much, that I sometimes feel like my panic attacks are back (which they so aren’t). Our short staycation turned into a workation for good reasons: there were terminal patients to be treated, my mother ended up in hospital for pneumonia, I went to Hamburg to have my scar tissue checked out and somehow the coming and going left me with a dizzy, breathless and tight feeling, topped with a wonderful dollop of sad news and a car ride in mid-April that turned out to be more of a sledding spree. Somehow, something seems to be up. Even though I can’t really put my finger on it.

And because I can’t quite put my finger on it, I’ll just write down what is nice to have right now. Positive thoughts create positive thoughts, create positive … you get the picture. So here it goes:

It is beautiful, to have off-the-top-crazy cats who keep using your hammock as a climbing tool, which makes you laugh with your whole belly.
To have hair slowly creeping down your face, headed for your jaw, creating a very shy all-over-the-place fuzz.
To experience people who are able to make fine distinctions amidst aggressive discussions and who understand exactly, what the whole shit is about.
To experience getting closer to people who you don’t know that well yet and wondering how the hell that happened.
To share tears of mourning and of happiness.
To be able to sit with my difficult mom and to enjoy, without even a fart of althruism, brushing her teeth with her and the contentedness in her eyes when they turn out squeaky-clean after the second round (who doesn’t love the feeling of squeaky-clean teeth?).
To ride the elevator together with P.
To finally pay dear relatives a visit who don’t really live that far away in an admittedly beautiful town.
Wishing adventurers a wonderful adventure and violent coughers to get well soon.
Having a shower of hail start, as soon as the delivery truck pulls up and the hail stopping, as soon as the heavy carrying starts.
And to have the feeling to just have to write something because the blog you have grown very fond of has been too silent for a while. Silence turning into restlessness.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.