Liebes Tagebuch (18) // Dear Diary (18)

Hach. Ich bin heute um 8:30 Uhr aufgewacht. Und das Tolle war, ich hatte nicht verschlafen! An einem Werktag! Es fühlt sich wirklich ganz, ganz seltsam an, vormittags keinen stracken Zeitplan zu haben, ach, was rede ich, ganztags einen stracken Zeitplan zu haben. Aufgrund meiner immer noch nicht auskurierten Erkältung fallen obendrein meine ansonsten täglichen Einsätze im Fitnsessstudio flach.

Das Ergebnis: (Vorübergehende) Orientierungslosigkeit und (!mer glaubt es nicht!) Langeweile! Ich glaube, dieses Gefühl habe ich zuletzt gefühlt … ich kann es gar nicht wirklich sagen. Ich merke, dass ich einfach gerne arbeite. Sicher ist es nett, mehr Zeit zu haben, aber ich vermisse das Gerödele erstaunlicherweise mehr, als ich es gedacht hätte.

Langeweile ist notwendig, um irgendwann wieder kreativ sein zu können, habe ich irgendwo mal gelesen. Das unterschreibe ich so und ganz genau so für Menschen, die grundsätzlich gern kreativ sind. Und ich zähle mich durchaus zu diesen Menschen.

Die Krux an meiner Pause ist, dass sie in absehbarer Zeit durch einen größeren körperlichen Eingriff gekennzeichnet sein wird, der mir ungebremste und meist körperlich unterstützte Kreativität vermutlich erst einmal unterbinden wird (denn auch die Bedienung einer Tastatur wird z. B. erst mal schwierig). Ich werde also kreativ mit dieser Bremse umgehen müssen. Ein paar Ideen habe ich schon.

Nachdem sich die letzten Wochen insbesondere durch hochzähes Vergehen der Zeit auszeichneten, ist es nun im Endspurt beinahe so, als würden die Tage einfach so wegschluppen. Fupppppppppp und schon wieder ein Tag rum. Das fühlt sich gut an, steigert aber auch die Aufregung (ach übrigens, wenn das jetzt das 20. Mal ist, dass ich diesen Satz in Variation wieder und wieder schreibe, dann lässt sich das leider nicht ändern, ist ja ein Tagebuch :D). Unterbinden lässt sich diese nur durch konsequente Nutzung der maximalen Leben beim Internetmahjong. Und durch konsequente Vermeidung der Dinge, die eigentlich noch erledigt werden müssen und die dann ganz sicher unter übertriebenen Augenrollen von P auf den letzten Drücker passieren.

So, dann gehe ich jetzt mal wieder Mahjong spielen.

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Oh well. So I woke up at 8:30 AM this morning. That is basically nothing to get all woozy about, but in my case, I hadn’t even overslept. On a weekday! And that makes it a big deal for me. It is really, reaalllyyy weird for me to not be bound via a bang-bang-bang-schedule over the forenoon. What am I saying! To not be bound by a bang-bang-bang-schedule over my whole day is more like it! Due to my cold not having gone away yet, I had to cancel my otherwise dominant visits to the gym as well.

This resulted in a (transitory) lack of orientation and (hard to believe, I know!!) boredom! I actually can’t remember the last time I had this feeling. Which makes me realize how much I really like to work. Sure, it is nice to have more time and all that. But I miss running around, doing stuff all day.

I read somewhere that boredom is essential to returning to a creative state of mind. I think this is true for people who have an underlying urge to be creative. And I count myself among them.

The crux about this break is that it will soon be dominated by a change of my body which will render most attempts of physically supported creativity impossible for quite some time (even using a keyboard will most likely be impossible for the first weeks after surgery). I will have to find a way to deal with this „obstruction“. I have a couple of ideas en route already.

After the past weeks could be characterized as passing at the speed of pulling bubble gum apart, the final dash has now officially begun. Days, it seems, suddenly pass with a resounding ffffffffmmmmmpppp. They are over in the blink of an eye. That feels fucking awesome, to be honest, but also increases my tension (btw: if that is the 20th or so time that I write this or something very similar, I am very sorry, but this is a diary :D). Tension that can only be controlled by buying unlimited lives from my internet mahjong and procrastinating in a manner that will produce a significant amount of time pressure in the last two or three days which will, more likely than not be commented on by P with an epic eye-roll.

See ya, I’ve got mahjong to play.

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