Liebes Tagebuch (7) // Dear Diary (7)

Heute ist Sonntag. Ich bin müde und erschöpft aufgewacht. Nach einem kleinen Trip zum Bäcker mit dem Rad gings mir schon ein bisschen besser, aber das ließ über den Vormittag wieder nach, auch wenn ich im Haushalt einiges machen musste bzw. wollte. Ist jetzt alles erledigt. Die Sonne scheint durch andeutungsweise gelbe Blätter und Pesto ist eben mienzend auf meinen Tisch gesprungen. Er findet, ich solle mich gefälligst zu P ins Wohnzimmer gesellen. Ist schon seltsam. Für ihn ist immer alles erst rund, wenn alle sich im selben Raum befinden. Ich mag, wie er denkt.

Gestern Abend erreichten mich Nachrichten über meine Mutter, die mir Gedanken machen. Ich bin hin- und hergerissen zwischen „gutes Kind“ und „ich muss mich jetzt gerade um mich kümmern“. Letzteres war für mich immer ein riesiges Problem. Ich bin so erzogen, dass ich immer zuerst an andere denke und zuletzt an mich. Meinen Geschwistern geht es da nicht anders. Jeder von uns geht mit diesem Bündel anders um, aber das Thema bleibt dasselbe. Ich habe mich entschieden, erst nach der OP wieder daran zu rühren.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit P und den Katzen im Wohnzimmer. Wir beide fühlten uns nicht besonders und so schauten wir eine Serie nach der anderen. Nicht der achtsamste Weg mit der Anspannung umzugehen, aber es tat trotzdem gut.

Morgen geht die Woche wieder los. Ich bin gespannt, was sie bringt.

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Today is Sunday. I woke up drained and tired. After a short bike ride to the bakery I felt a tad better, but the late forenoon brought more drainage. Fighting it with stuff that needed to be done in he household was what helped me through it. The sun is shining through the slowly yellowing foliage and just a second ago Pesto jumped on my table. Obviously he thinks I should move my lazy butt to join P in the livingroom. For him, it seems, thr world is only ok when we are all together. I like the way he thinks.

Last night I got news about my mother that keep running through my head. I am torn between being a „good child“ and „I have to take care of myself right now“. The latter used to be a huge problem for me. I was raised according to the credo that you always come last and to take care of the others first. My siblings are the same. Even though every one of us deals with that differently, at the core it is the same. And I have decided that I need to let it rest until my surgery is over.

The rest of the day was spent with P and the cats. We both really weren’t ourselves so we binge-watched tv. Not the most mindful way of dealing with our tense souls, but it felt good nonetheless.

Tomorrow a new week starts. I am looking forward to what it brings.

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